Anmelden Registrieren
Zurück zum Blog

Wie viele Maschen anschlagen? Die Formel, mit Beispielen für Mütze, Schal, Decke und Pullover

So berechnest du aus deiner Maschenprobe die Anschlagmaschen für jede Breite und rundest für Bündchen, Musterrapporte und Nähte. Mit Rechenbeispielen.

Kurz gesagt: Anschlagmaschen = gewünschte Breite x deine Maschenprobe. In Zentimetern heißt das Breite : 10 x deine Maschen auf 10 cm. Dann rundest du die Zahl so, dass dein Bündchen- oder Strickmuster aufgeht, und gibst an jedem Rand eine Masche dazu, wenn das Teil zusammengenäht wird.

Jede Frage nach der Maschenzahl führt zu denselben zwei Zahlen zurück: wie breit das Teil werden soll und wie viele Maschen du auf 10 cm strickst. Die Breite gibt das Projekt vor. Die Maschenprobe kommt aus deiner Probe, nicht von der Banderole; zwei Strickerinnen mit demselben Garn und denselben Nadeln liegen oft ein oder zwei Maschen auf 10 cm auseinander. Wenn du noch keine Probe gestrickt hast, beginne mit Maschenprobe stricken und messen.

Die Formel

Metrisch: Maschen = Breite (cm) : 10 x Maschen auf 10 cm

Zoll: Maschen = Breite (Zoll) x Maschen pro Zoll (Maschen auf 4 Zoll : 4)

Beispiel: Dein Teil soll 50 cm breit werden, und deine Probe ergibt 18 Maschen auf 10 cm. 50 : 10 x 18 = 90 Maschen.

Miss die Maschenprobe in dem Muster, das du tatsächlich strickst. Kraus rechts, Bündchen, Zöpfe und Mehrfarbenmuster ergeben jeweils eine andere Maschenzahl auf 10 cm als glatt rechts. Eine Probe glatt rechts liefert für einen Zopfschal also die falsche Antwort.

Schnelle Tabelle

Anschlagmaschen für gängige Breiten nach Maschenprobe. Die Maschenproben entsprechen der Mitte des üblichen Bereichs der jeweiligen Garnstärke.

Maschenprobe (Maschen auf 10 cm / 4 Zoll)Typisches Garn20 cm (8 Zoll)50 cm (etwa 20 Zoll)100 cm (etwa 40 Zoll)
28Fingering / Sockengarn56140280
22DK44110220
18Worsted / Aran3690180
14Chunky2870140

Nimm die Tabelle als Ausgangspunkt. Deine eigene Maschenprobe gewinnt immer.

Passend zum Muster runden

Die errechnete Zahl landet selten genau da, wo du sie brauchst. Pass sie vor dem Anschlagen an:

Runde auf die nächste passende Zahl und prüfe, was das mit der Breite macht: Jede Masche mehr oder weniger ändert die Breite um 10 : deine Maschenprobe Zentimeter.

Rechenbeispiele

Mütze

Eine Mütze sollte kleiner sein als der Kopf, damit der Rand sitzt. Ein üblicher Ausgangspunkt sind etwa 10 Prozent negative Mehrweite, bei einem Erwachsenenkopf rund 5 cm.

In Runden gestrickt, also keine Randmaschen.

Schal

Schals sind meist 15 bis 25 cm breit.

Bündchenmuster ziehen sich in der Breite zusammen, ein Schal im Rippenmuster braucht also mehr Maschen als einer glatt rechts mit derselben Breite. Miss deine Maschenprobe an einer Probe im Rippenmuster, flach hingelegt und nicht gedehnt.

Decke

Pulloverkörper

Die Breite ergibt sich aus dem Brustumfang plus Mehrweite; wie viel Mehrweite jede Passform braucht, steht in der Pullover-Größentabelle.

Maschenprobe

Um die Maschenprobe zu messen, brauchst du 10 cm mit Abstand zum Rand, die Probe sollte also mindestens 15 cm breit sein. Nimm die Maschenzahl der Anleitung auf 10 cm, rechne die Hälfte dazu und ein paar Randmaschen. Bei 22 Maschen auf 10 cm: 22 + 11 = 33, plus 3 = 36.

Wie lang der Faden für den Kreuzanschlag sein muss

Beim Kreuzanschlag (englisch long-tail cast on) verbraucht jede Masche ein Stück Faden, und dass er ein paar Maschen vor dem Ende ausgeht, passiert oft. Zwei verlässliche Wege, das zu vermeiden:

  1. Wickelmethode. Wickle den Faden 10-mal um die Nadel, wickle ihn wieder ab und miss ihn. Das ist der Faden für 10 Maschen. Multipliziere mit der Maschenzahl : 10 und gib 15 bis 20 cm Reserve dazu.
  2. Zwei-Knäuel-Methode. Schlag mit den Enden von zwei Knäueln an (oder mit beiden Enden eines Knäuels), dann kann dir kein Fadenende ausgehen. Schneide den zusätzlichen Faden nach dem Anschlag ab und vernähe das Ende.

Lass den Rechner rechnen

Der Maschenprobe-Rechner nimmt deine Probe und die gewünschte Breite und Länge und gibt dir die Anschlagmaschen und die zu strickenden Reihen, in Zentimetern oder Zoll. Er rechnet auch umgekehrt: Gib die Maschenzahl einer Anleitung ein, und er sagt dir, wie groß das Teil mit deiner Maschenprobe wird.

Wenn das Teil ein Motiv hat, zeichne es in Knytstudio als Strickschrift in deiner Maschenprobe. Gestrickte Maschen sind breiter als hoch, und die Strickschrift berücksichtigt das, sodass das Motiv gestrickt seine Proportionen behält und die Strickschrift die fertige Größe in Zentimetern zeigt.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich, wie viele Maschen ich anschlagen muss?

Multipliziere die gewünschte Breite mit deiner Maschenprobe. In Zentimetern: Breite : 10 x Maschen auf 10 cm. In Zoll: Breite x Maschen pro Zoll. Bei 18 Maschen auf 10 cm braucht ein 50 cm breites Teil 50 : 10 x 18 = 90 Maschen. Dann rundest du passend zu deinem Bündchen- oder Strickmuster.

Wie viele Maschen schlage ich für 50 cm (20 Zoll) an?

Das hängt von deiner Maschenprobe ab. Bei 20 Maschen auf 10 cm sind es 100 Maschen, bei 18 Maschen 90, bei 22 Maschen 110 und bei 28 Maschen 140. Stricke eine Maschenprobe, um deine eigene Zahl zu finden.

Wie viele Maschen schlage ich für eine Maschenprobe an?

Genug für etwa 15 cm: Nimm die Maschenzahl der Anleitung auf 10 cm, rechne die Hälfte dazu und ein paar Randmaschen. Bei 22 Maschen auf 10 cm schlägst du etwa 36 Maschen an.

Wie viele Maschen schlage ich für eine Mütze an?

Miss den Kopfumfang, zieh etwa 10 Prozent ab, damit der Rand gut anliegt, und multipliziere mit deiner Maschenprobe. Ein Kopfumfang von 56 cm bei 18 Maschen auf 10 cm ergibt etwa 50 cm x 1,8 = 90 Maschen, für ein Bündchen 2 re, 2 li gerundet auf 88 oder 92.

Rechne ich Maschen für Nähte dazu?

Bei Teilen, die in Reihen gestrickt und zusammengenäht werden, kommt an jeden Rand eine Randmasche; sie verschwinden in der Naht. In Runden gestrickte Teile haben keine Naht, also keine zusätzlichen Maschen.

Teilen